Senföl
Kaltgepresstes Öl aus braunen oder gelben Senfsamen, goldgelb bis bernsteinfarben, mit scharfem, stechendem Geruch.
Achtung: Wegen des Erucasäuregehalts ist manches Senföl im Handel als nur zur äusserlichen Anwendung gekennzeichnet, zum Kochen sollte man daher nur ausdrücklich als Speiseöl ausgewiesene Ware verwenden.
Senföl wird aus den Samen verschiedener Senfarten gepresst und ist in Nepal, Bhutan, Nordindien und Bangladesch das alltägliche Koch- und Einlegeöl. Roh riecht und schmeckt es scharf, fast wie Meerrettich oder Wasabi, und kann in der Nase stechen. Erhitzt man es bis knapp zum Rauchpunkt, wird es milder und nussig, behält aber einen deutlichen Eigengeschmack, der Pickles, Gemüse und Fisch prägt. Man bekommt es im indischen oder pakistanischen Lebensmittelladen, in gut sortierten Asienläden und im Versand.
Ersatz:
Rapsöl stammt aus derselben Pflanzenfamilie und taugt als Grundlage; mit etwas Senfpulver oder frisch gemahlenen braunen Senfsamen bekommt es einen Teil der Schärfe zurück. Die typische stechende Note und das volle Aroma, besonders in Pickles, erreicht man damit nicht.