
5 Std. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Sekuwa
Auf Deutsch: Am Feuer gegrilltes mariniertes Fleisch
Für 4 Personen · metrisch
Am Spieß über Holzglut gegrilltes Ziegenfleisch mit Timur, Ingwer und Knoblauch
Sekuwa ist das, was an Landstraßen und Straßenständen über der Glut brutzelt: würfelig geschnittenes Ziegenfleisch, das in Ingwer, Knoblauch, Senföl und Joghurt eingelegt wird und dann am Spieß über Holzkohle Farbe bekommt. Der zerstoßene Timur gibt den zitrisch-prickelnden Ton, der das Gericht unverwechselbar macht. Dazu gehören rohe Zwiebeln, Zitronenspalten und eine Handvoll Chiura – so wird aus ein paar Spießen eine richtige Mahlzeit.
Zutaten
- 800 gZiegenfleischersatzweise Lamm, Schwein oder Hähnchenschenkel; in 3 cm große Würfel geschnitten
- 1 ELIngwergerieben oder als Paste, für die Marinade
- 4 ZehenKnoblauchfein gehackt oder als Paste
- 1 TLKreuzkümmelgemahlen
- 1 TLKoriandersamengemahlen
- 1 TLKurkumagemahlen, für Farbe
- 1 TLChilipulvernach Schärfegrad; alternativ frische rote Chilis
- 1 TLgrob zerstoßen, gibt den zitrisch-prickelnden TonGetrocknete Fruchtschalen eines Zitrusgewächses, kein echter Pfeffer. Zitronig-blumig und auf der Zunge prickelnd betäubend.Ersatz: Timur ersetzt ihn gleichwertig und umgekehrt. Schwarzer Pfeffer mit etwas abgeriebener Zitronenschale trifft das Aroma ungefähr, das Prickeln und Betäuben fehlt dann aber ganz.Mehr dazu
- 2 ELfür die Marinade; nach Quelle bis zum Rauchpunkt erhitzt und abgekühltAchtung: Wegen des Erucasäuregehalts ist manches Senföl im Handel als nur zur äusserlichen Anwendung gekennzeichnet, zum Kochen sollte man daher nur ausdrücklich als Speiseöl ausgewiesene Ware verwenden.Kaltgepresstes Öl aus braunen oder gelben Senfsamen, goldgelb bis bernsteinfarben, mit scharfem, stechendem Geruch.Ersatz: Rapsöl stammt aus derselben Pflanzenfamilie und taugt als Grundlage; mit etwas Senfpulver oder frisch gemahlenen braunen Senfsamen bekommt es einen Teil der Schärfe zurück. Die typische stechende Note und das volle Aroma, besonders in Pickles, erreicht man damit nicht.Mehr dazu
- 3 ELJoghurtmacht das Fleisch mürbe
- 1ZitronensaftSaft für die Marinade, Spalten zum Servieren
- Salznach Geschmack, etwa 1,5 TL
- 1Zwiebelin Spalten mitgegrillt oder roh zum Servieren
- 2 ELgehackt, zum BestreuenDie frischen Blätter der Korianderpflanze, mit kräftig zitronigem, leicht seifigem Aroma.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht: Glatte Petersilie bringt das frische Grün, aber nicht das zitronige Aroma, und gemahlene Koriandersamen schmecken ganz anders.Mehr dazu
- 2 ELButtergeschmolzen, zum Bepinseln während des Grillens
- Pfefferfrisch gemahlen (optional)
- 100 gChiura (Reisflocken)als Beilage; ersatzweise Puffreis (optional)
Zubereitung
- Das Fleisch trocken tupfen, grobes Fett abtrennen und in etwa 3 cm große, möglichst gleichmäßige Würfel schneiden.
- Für die Marinade Ingwer, Knoblauch, gemahlenen Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma, Chilipulver, grob zerstoßenen Timur und Salz mit Senföl, Naturjoghurt und Zitronensaft glatt verrühren; nach Wunsch frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazugeben.
- Die Fleischwürfel vollständig mit der Marinade überziehen, abgedeckt kühl stellen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen – besser 4 Stunden bis über Nacht.
- Holzkohle oder Holz rechtzeitig anzünden und bis zu einer gleichmäßig glühenden Glutschicht abbrennen lassen; Bambusspieße währenddessen wässern.
- Das Fleisch mit kleinen Abständen auf die Spieße stecken, damit die Hitze zirkulieren kann, und Zwiebelspalten dazwischensetzen.
- Die Spieße über der Glut grillen, alle paar Minuten drehen und dabei mit geschmolzener Butter oder Öl bepinseln – 12 bis 20 Minuten, bis das Fleisch außen deutlich geröstet und innen durchgegart ist.
- Die Spieße kurz ruhen lassen, dann das Fleisch vom Spieß streifen.
- Mit gehacktem Koriandergrün bestreuen und mit rohen Zwiebeln, Zitronenspalten und Chiura oder Reis servieren.
Tipps und Varianten
Statt Ziege lassen sich ebenso Lamm, Schwein oder Hähnchenschenkel verwenden; für bunte Spieße Hähnchenwürfel im Wechsel mit Garnelen, Perlzwiebeln und Kirschtomaten aufstecken. Die Marinade kann man im Mixer zu einer glatten Paste pürieren und mit Muskatnuss, Asafoetida und Currypulver abrunden, in Essig eingelegter gehackter Ingwer und Frühlingszwiebeln passen ebenfalls hinein. Das Senföl wird nach mancher Quelle erst bis zum Rauchpunkt erhitzt und abgekühlt, bevor es in die Marinade kommt. Ohne Holzglut gelingt Sekuwa auch in der Grillpfanne oder auf dem Gasgrill – und wer es etwas festlicher mag, serviert die Spieße auf Reispilaw mit Chutney statt mit Chiura.
Allergene
Enthält: Milch (einschließlich Laktose), Senf
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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