Wörter aus Tibet und Bhutan
Tibetisch und das bhutanische Dzongkha sind verwandt und teilen die halbe Küchensprache. Die Namen stehen hier so, wie sie auf dieser Seite auch in den Rezepten geschrieben sind – in lateinischer Umschrift, mit der Aussprache daneben.
Wie man es liest
- th, kh, ph, chh
- Gehauchte Einzellaute, kein f und kein sch: „thukpa“ ist ein t mit Luft dahinter, „phaksha“ ein p mit Luft.
- ts
- Wie z in „Zunge“, scharf und kurz.
- Betonung
- Gleichmäßig über das Wort verteilt – keine Silbe drängt sich vor.
- Dzongkha
- Die Sprache Bhutans. Wörter wie datshi, ema und paa gehören ihr; sha, momo und thukpa teilt sie mit Tibet.
Im Lokal
| Tibetisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| tashi delek | ta-schi de-lek | Der Gruß, mit dem alles anfängt: beim Eintreten, beim Setzen, beim Gehen. |
| shimpo du | schim-po du | Es ist lecker. Der Satz, auf den ein Gastgeber wartet. |
| ga tsö re? | ga tsö re | Was kostet das? |
| thuk je che | thuk-dsche tsche | Danke. |
| kadrin chhe la | ka-drin tsche la | Danke – so sagt man es in Bhutan, auf Dzongkha. |
Grundnahrung
| Tibetisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| tsampa | tsam-pa | Geröstetes Gerstenmehl, mit Buttertee im Becher zu Teig geknetet. Die Grundlage, auf der alles andere aufbaut – Tsam Thuk ist die Suppe daraus. |
| balep | ba-lep | Fladenbrot aus der Pfanne, ohne Ofen gebacken. Kham Balep ist das dicke aus Osttibet, Numtak Balep das frittierte. |
| thukpa | thuk-pa | Suppe, meist mit Nudeln. „Thuk“ allein heißt Suppe: Tsam Thuk ist die aus Gerstenmehl, Thenthuk die mit gerissenen Nudeln. |
| momo | mo-mo | Gefüllte Teigtasche aus dem Dampf. Das Wort gilt vom Himalaya bis Lhasa und meint die Form, nicht die Füllung. |
| chum | tschum | Reis. Chum Marp ist der rote Bergreis Bhutans, der länger kocht und nussiger schmeckt als weißer. |
Käse, Butter, Chili
| Tibetisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| datshi | dat-schi | Geschmolzener Käse als Sauce – das Grundgericht Bhutans. Ema datshi, Shamu datshi, Gondo datshi: derselbe Käse, andere Einlage. |
| ema | e-ma | Chili. In Bhutan ein Gemüse, kein Gewürz: Ema datshi ist ein Chiligericht mit Käse, nicht ein Käsegericht mit Chili. |
| chura | tschu-ra | Getrockneter Yak-Quark, steinhart. Chura Kampo lutscht man über Stunden; Chura Sabji kocht ihn wieder weich. |
| mar | mar | Butter, meist aus Yakmilch. Sie macht den Tee zur Mahlzeit und den Teig aus tsampa formbar. |
| zoedoe | sö-dö | Stark gereifter Käse mit durchdringendem Geruch. Wird als Würze eingesetzt, nicht als Käse gegessen. |
Fleisch und Zubereitung
| Tibetisch | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| sha | scha | Fleisch. Das Tier steht vorn: phaksha ist Schweinefleisch, luksha Lammfleisch, jasha Hühnerfleisch. |
| kam | kam | Getrocknet. Sha Kam ist luftgetrocknetes Rindfleisch; Shakam Paa das Gericht, das daraus gekocht wird. |
| paa | pah | Bhutans Schmorgericht mit getrockneten Chilis: Fleisch, Rettich, Chili, lange auf kleiner Flamme, bis alles eins ist. |
| eze | e-se | Frischer Chilidip, kalt gestoßen, mit Zwiebel und Frischkäse. Steht neben dem Essen, nicht darin. |