Wörter aus dem nordindischen Gebirge
Garhwal, Kumaon und Himachal haben je eigene Bergsprachen, die sich nahe stehen und ihre Küchenwörter teilen. Sie werden selten geschrieben – darum stehen die Namen hier in der Form, in der sie gesprochen werden.
Wie man es liest
- th, kh, ph, chh
- Gehauchte Einzellaute, kein f und kein sch: „thukpa“ ist ein t mit Luft dahinter, „phaksha“ ein p mit Luft.
- ch
- Wie tsch: „chainsoo“ ist „tschain-ssu“.
- ke, ki
- Das Bindewort „von“ mitten im Namen: Aloo Ke Gutke sind „Gutke aus Kartoffeln“.
- Bergsprachen
- Garhwali, Kumaoni und Himachali – alle drei werden meist gesprochen und nur selten geschrieben.
Im Lokal
| Bergsprachen | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| pailag | pai-lag | Der Gruß an Ältere in Kumaon, wörtlich „zu deinen Füßen“. Die Antwort ist ein Segen. |
| namaskar | na-mas-kar | Der allgemeine Gruß, auch im Gebirge – von jedem verstanden. |
| kitna hua? | kit-na hu-a | Was macht das? Hindi, und in jedem Bergort verstanden. |
| bahut swadisht | ba-hut sswa-discht | Sehr lecker. |
| dhanyavad | dhan-ja-wahd | Danke. |
Was auf dem Feld wächst
| Bergsprachen | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| bhatt | bhutt | Die schwarze Sojabohne der Berge, klein und hart. Bhatt Ki Churkani ist die dicke Suppe, die daraus wird. |
| jhangora | dschan-go-ra | Hirse der Mittelhöhen. Jhangora Ki Kheer ist der Milchreis daraus – mit Reis hat er nichts zu tun außer der Art, wie er gekocht wird. |
| fapar | fa-par | Buchweizen, der noch wächst, wo Getreide aufgibt. Daraus werden Brei, Fladen und Nudeln gemacht. |
| jakhiya | dscha-khi-ja | Winzige Samen eines Wildkrauts, die in heißem Öl knacken wie Senfkörner, aber nussig schmecken. Das Kennzeichen der Garhwali-Küche. |
Gerichte
| Bergsprachen | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| gutke | gut-ke | Gewürfelte Bergkartoffeln, in Senföl gebraten, mit getrocknetem Koriander. Das Alltagsgericht Kumaons. |
| chainsoo | tschain-ssu | Geröstetes und gemahlenes Urad-Dal, dunkel und rauchig gekocht. Der Geschmack kommt vom Rösten, nicht von Gewürzen. |
| kafuli | ka-fu-li | Brei aus Spinat und Bockshornklee, mit Reismehl gebunden. Garhwals grünes Hauptgericht, nicht eine Beilage. |
| madra | mad-ra | Kichererbsen, langsam in Joghurt geschmort. Teil des Dhaam, des Festessens von Himachal, das in Gängen auf Blättern serviert wird. |
| siddu | sid-du | Gedämpfte Hefeteigtasche, gefüllt mit Walnuss oder Mohn, mit Ghee gegessen. Winteressen der oberen Täler. |
| babru | bab-ru | Gefülltes Bergbrot mit schwarzem Urad-Dal im Inneren, in der Pfanne gebacken. |
| chilra | tschil-ra | Fermentierter Buchweizenfladen, dünn und säuerlich. Der Teig steht über Nacht, und erst das macht ihn aus. |