himalaya essenKÜCHE DES HIMALAYA
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Wörter aus Nepal

Nepalische Gerichtsnamen bauen sich wie Sätze: Zutat, Bindewort, Zubereitung. Wer drei oder vier dieser Bausteine kennt, kann die meisten Namen lesen, ohne sie zu übersetzen.

Wie man es liest

th, kh, ph, chh
Gehauchte Einzellaute, kein f und kein sch: „thukpa“ ist ein t mit Luft dahinter, „phaksha“ ein p mit Luft.
ch
Wie tsch in „deutsch“: „achar“ ist „a-tschar“.
aa
Ein langes a: „saag“ klingt wie „sahg“.
ko, ki
Das Bindewort „von“ mitten im Namen – es verrät, woraus das Gericht ist.

Im Lokal

NepaliAusspracheBedeutung
namastena-ma-stehDer Gruß beim Kommen und beim Gehen, mit den Handflächen vor der Brust.
piro chha?pi-ro tschhaIst es scharf? Eine Frage, die sich im Hügelland fast immer lohnt.
kati bhayo?ka-ti bha-joWas macht das? So fragt man nach der Rechnung.
pugyopu-gjoEs reicht, ich bin satt. Nötig, denn nachgelegt wird ungefragt – oft mehrmals.
dhanyabaddhan-ja-bahdDanke. Wird sparsam gebraucht: unter Vertrauten gilt es als förmlich.

Am Tisch

NepaliAusspracheBedeutung
dal bhatdahl bhahtLinsen und Reis, zweimal am Tag. Kein Gericht, sondern der Rahmen: alles andere auf dem Teller ist Beilage dazu.
koko„Von“ oder „aus“. Steht mitten im Namen: Fapar Ko Dhido ist „Brei aus Buchweizen“, Sisnu Ko Saag „Gemüse aus Brennnessel“.
mitho chhami-tho tschha„Es ist gut.“ Das Lob am Tisch – wörtlich „es ist süß“, gesagt wird es zu allem, auch zum Scharfen.

Zutaten

NepaliAusspracheBedeutung
alooah-luKartoffel. Aloo Tama sind Kartoffeln mit fermentierten Bambussprossen, Aloo Tareko die gebratenen.
tamata-maFermentierte Bambussprossen, sauer und streng. Sie geben die Säure, die kein Essig ersetzen kann.
gundrukgun-drukGetrocknetes, fermentiertes Blattgemüse. Der Wintervorrat der Berge, aus dem Suppe und Beilage werden.
sisnussi-snuBrennnessel. Wird in Nepal gekocht und gegessen, nicht gemieden – als Suppe ist sie ein Hausmittel und ein Gericht zugleich.
timurti-murHimalaya-Bergpfeffer, der die Zunge kribbeln lässt. Verwandt mit dem Szechuanpfeffer, nicht mit dem schwarzen.
jimbudschim-buGetrockneter Himalaya-Schnittlauch, der in heißem Fett aufblüht. Wenige Flocken reichen für einen ganzen Topf.

In der Küche

NepaliAusspracheBedeutung
achara-tscharEingelegtes oder frisch gestoßene Sauce – von der Tomate (Golbheda) bis zum getrockneten Rettich (Mula). Gehört zu jedem Teller.
dhidodhi-doDicker Brei aus Hirse- oder Buchweizenmehl, mit der Hand zu Bissen geformt. Der Reisersatz der Höhe, wo Reis nicht wächst.
saagsahgBlattgemüse, gekocht. Sisnu Ko Saag ist das aus Brennnesseln, und das Wort sagt nichts über die Pflanze, nur über die Zubereitung.
sekuwase-ku-waMariniertes Fleisch am offenen Feuer, über der Glut gedreht. Straßenessen und Festessen zugleich.
sukutisu-ku-tiGetrocknetes, geräuchertes Fleisch. Hält den Winter durch und kommt danach in Suppe, Sauce oder achar.
tarekota-re-koGebraten, in Fett. Aloo Tareko sind die in Senföl gebratenen Kartoffeln.

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