
90 Min. · Fleisch · Vorspeise · Für Geübte
Sukuti
Auf Deutsch: Getrocknetes und geraeuchertes Fleisch
Für 4 Personen · metrisch
Nepalesisches Trockenfleisch, scharf gewürzt gebraten – mit Chiura serviert
Sukuti ist nepalesisches Trockenfleisch, das eingeweicht, kross ausgebraten und anschließend durch eine kräftige Paste aus Chili, Ingwer und Knoblauch geschwenkt wird – knusprig an den Rändern, zäh-saftig im Kern. Gegessen wird es als Snack, und dazu gehört Chiura, die flachgedrückten Reisflocken: Sie fangen die Schärfe auf und machen aus einer kleinen Portion eine Mahlzeit. Weil sich Trockenfleisch luftdicht im Kühlschrank rund zwei Monate hält, ist es auch ein Gericht für unterwegs.
Zutaten
- 300 gSukuti (getrocknetes Fleisch)Hammel, Büffel oder Rind; ersatzweise dickes, ungewürztes Beef Jerky; eingeweicht und mundgerecht geschnitten
- 4 ELPflanzenölzum Ausbraten des Fleischs
- 1 ELfür die Gewürztemperierung, bis zum Rauchpunkt erhitzt (optional)Achtung: Wegen des Erucasäuregehalts ist manches Senföl im Handel als nur zur äusserlichen Anwendung gekennzeichnet, zum Kochen sollte man daher nur ausdrücklich als Speiseöl ausgewiesene Ware verwenden.Kaltgepresstes Öl aus braunen oder gelben Senfsamen, goldgelb bis bernsteinfarben, mit scharfem, stechendem Geruch.Ersatz: Rapsöl stammt aus derselben Pflanzenfamilie und taugt als Grundlage; mit etwas Senfpulver oder frisch gemahlenen braunen Senfsamen bekommt es einen Teil der Schärfe zurück. Die typische stechende Note und das volle Aroma, besonders in Pickles, erreicht man damit nicht.Mehr dazu
- 1Zwiebelin feine Streifen geschnitten
- 1Tomateklein gewürfelt, wird zur Paste eingekocht
- 2Grüne Chilischräg in Scheiben geschnitten
- 2Getrocknete rote Chilischotenmitgebraten (optional)
- 3 ZehenKnoblauchfein gehackt oder als Paste
- 2Ingwerdaumengroße Stücke, fein gehackt oder als Paste
- 1 TLKurkuma
- 1 TLChilipulverSchärfe nach Geschmack
- 1 TLKreuzkümmelgeröstet gemahlen
- 1 TLKoriandersamengeröstet gemahlen, teils erst zum Schluss
- ½ TLim heißen Öl dunkel rösten (optional)Kleine, harte, gelbbraune Samen mit bitterem, leicht an Ahornsirup erinnerndem Aroma, das beim Anrösten in Fett entsteht.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht. Getrocknete Bockshornkleeblätter treffen das Aroma ungefähr, bringen aber nicht die Bitterkeit und den Biss der Samen. Senfsamen geben ähnliches Knistern im Öl, schmecken aber anders. Im Zweifel lässt man die Samen besser weg, als falsch zu ersetzen.Mehr dazu
- Ganze GewürzeZimtstange, Nelken, grüner Kardamom, Sternanis, Stück Muskatschale; im Öl ausziehen und wieder entfernen (optional)
- 2 ELgrob gehackt, zum SchlussDie frischen Blätter der Korianderpflanze, mit kräftig zitronigem, leicht seifigem Aroma.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht: Glatte Petersilie bringt das frische Grün, aber nicht das zitronige Aroma, und gemahlene Koriandersamen schmecken ganz anders.Mehr dazu
- 1 ELZitronensaftkurz vor dem Servieren (optional)
- 1 TLSalznach Geschmack, Trockenfleisch bringt eigene Salzigkeit mit
- Wasserheiß, zum Einweichen des Trockenfleischs und zum Nachgaren
Zubereitung
- Das Sukuti in heißem Wasser einweichen, bis zu einer Stunde lang – wenn es schnell gehen muss, auch kürzer. Danach abtropfen lassen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Zwiebel in feine Streifen schneiden, Tomate klein würfeln, grüne Chilis schräg in Scheiben schneiden. Knoblauch und Ingwer fein hacken oder zu Paste verarbeiten.
- Das Pflanzenöl erhitzen. Entweder Zimtstange, Nelken, grünen Kardamom, Sternanis und ein Stück Muskatschale langsam im Öl ausziehen und wieder herausnehmen – oder das Senföl bis zum Rauchpunkt erhitzen und die Bockshornkleesamen darin dunkel rösten.
- Die Fleischstücke bei mittlerer Hitze im Öl kräftig braten, bis sie hellbraun und knusprig sind; die getrockneten roten Chilis können dabei mitbraten.
- Kurkumapulver, Chilipulver, Kreuzkümmelpulver, Korianderpulver, Knoblauch, Ingwer und Salz zugeben und kurz mitrösten – das Trockenfleisch bringt eigene Salzigkeit mit, deshalb erst sparsam salzen.
- Mit Wasser angießen, zudecken und bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Zwiebelstreifen und grüne Chilis zugeben und anbraten, dann die Tomatenwürfel einrühren und zu einer Paste einkochen.
- Das Fleisch kräftig mit der Gewürzpaste durchschwenken, bis jedes Stück überzogen ist, nach Wunsch mit Zitronensaft abschließen, den grob gehackten frischen Koriander unterheben und heiß servieren, auf Wunsch mit Chiura.
Tipps und Varianten
Klassisch ist Hammel-Sukuti, Büffel und Rind gehen genauso gut; als Ersatz eignet sich dickes, ungewürztes Beef Jerky. Beim Gewürzansatz hat man die Wahl – ganze Gewürze im Öl ausziehen und wieder entfernen oder Bockshornkleesamen in rauchendem Senföl tempern –, und beides gibt dem Gericht einen ganz eigenen Grundton. Wer es krosser mag, brät das Fleisch ohne Wasser aus, nimmt es heraus und hebt es erst zum Schluss unter die Gewürzpaste; wer weiches Fleisch will, bleibt beim gedeckten Schmoren. Etwas Korianderpulver zurückzuhalten und erst am Ende einzurühren, hält das Aroma frisch. Heiß servieren, mit Chiura zum Dazugreifen.
Allergene
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Senf
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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