
60 Min. · Vegan · Hauptgang · Für Anfänger
Aloo Tama
Auf Deutsch: Fermentierte Bambussprossen mit Kartoffeln und Bohnen
Für 4 Personen · metrisch
Nepalesisches Curry aus Kartoffeln, fermentierten Bambussprossen und Augenbohnen
Aloo Tama ist ein traditionelles nepalesisches Curry, dessen Name schon die Zutaten verrät: Aloo sind die Kartoffeln, Tama die fermentierten Bambussprossen, und kommen wie hier noch Augenbohnen dazu, spricht man von Bodi. Die feine Säure stammt allein aus der Fermentation der Sprossen – sie gibt der sämigen, gelben Sauce ihren eigenen, leicht herben Zug. Heiß serviert mit Reis oder Roti wird daraus eine vollständige Mahlzeit.
Zutaten
- 150 gFermentierte Bambussprossenin Streifen, gut gewässert oder abgekocht, um die Säure zu mildern
- 500 gKartoffelngeschält, in Würfel
- 150 gAugenbohnenüber Nacht eingeweicht; ersatzweise Sojabohnen
- 1Zwiebelfein gehackt
- 1Tomategehackt, für die Würzbasis
- 1 ELersatzweise geriebener Ingwer und gehackter KnoblauchZu gleichen Teilen fein zerriebener frischer Ingwer und Knoblauch, oft mit etwas Öl oder Salz zu einer Paste gebunden; fertig im Glas gibt es sie im Asienladen.Ersatz: Am besten selbst machen: geschälten Ingwer und Knoblauch zu gleichen Teilen im Mörser oder Mixer mit einem Schluck Öl fein zerreiben, das schmeckt frischer als die Paste aus dem Glas, die oft leicht säuerlich ist.Mehr dazu
- 2 ELzum Anbraten, traditionell SenfölAchtung: Wegen des Erucasäuregehalts ist manches Senföl im Handel als nur zur äusserlichen Anwendung gekennzeichnet, zum Kochen sollte man daher nur ausdrücklich als Speiseöl ausgewiesene Ware verwenden.Kaltgepresstes Öl aus braunen oder gelben Senfsamen, goldgelb bis bernsteinfarben, mit scharfem, stechendem Geruch.Ersatz: Rapsöl stammt aus derselben Pflanzenfamilie und taugt als Grundlage; mit etwas Senfpulver oder frisch gemahlenen braunen Senfsamen bekommt es einen Teil der Schärfe zurück. Die typische stechende Note und das volle Aroma, besonders in Pickles, erreicht man damit nicht.Mehr dazu
- 1 TLKreuzkümmelsamenzum Anrösten im Öl
- ½ TLzum Anrösten im ÖlKleine, harte, gelbbraune Samen mit bitterem, leicht an Ahornsirup erinnerndem Aroma, das beim Anrösten in Fett entsteht.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht. Getrocknete Bockshornkleeblätter treffen das Aroma ungefähr, bringen aber nicht die Bitterkeit und den Biss der Samen. Senfsamen geben ähnliches Knistern im Öl, schmecken aber anders. Im Zweifel lässt man die Samen besser weg, als falsch zu ersetzen.Mehr dazu
- 1 TLKurkuma
- 1 TLChilipulver
- 1 TLKreuzkümmelpulver
- 1 TLKorianderpulver
- 1Grüne Chiligehackt; ersatzweise getrocknete rote Chilis
- ½ TLAsafoetidazum separaten Anbraten der Bambussprossen (optional)
- ½ TLzum Abschmecken (optional)Nordindische Mischung aus gerösteten, gemahlenen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Zimt, Nelke und schwarzem Pfeffer, warm und duftend statt scharf.Ersatz: Am besten mischt man es selbst aus gerösteten und frisch gemahlenen Samen von Kreuzkümmel und Koriander mit etwas Kardamom, Zimt, Nelke und Pfeffer; Currypulver ist kein Ersatz, da es durch Kurkuma und oft Bockshornklee anders schmeckt und das Gericht gelb färbt.Mehr dazu
- 500 mlWasserfür die Sauce; ersatzweise Gemüsebrühe
- Salznach Geschmack
- 1 BundKoriandergrüngehackt, zum Bestreuen
Zubereitung
- Die Augenbohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen, am nächsten Tag abgießen und abtropfen lassen.
- Die fermentierten Bambussprossen in Streifen schneiden und mehrfach gründlich spülen oder kurz abkochen; das Kochwasser wegschütten, damit Säure und Salz milder werden.
- Die Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebel, Tomate, grüne Chili und Korianderblätter hacken.
- Das Öl in einem weiten Topf erhitzen – traditionell Senföl, das man bis zum leichten Rauchen erhitzt – und Bockshornkleesamen, Kreuzkümmelsamen und die gehackte Chili darin etwa eine halbe Minute anrösten, bis sie duften.
- Die Zwiebel zugeben und bei mittlerer Hitze in 6 bis 8 Minuten goldbraun braten, dann die Ingwer-Knoblauch-Paste kurz mitbraten.
- Kurkuma, Chilipulver, Kreuzkümmel- und Koriandersamenpulver einrühren, die gehackte Tomate zugeben und alles braten, bis die Masse eingedickt ist und sich das Öl am Rand absetzt.
- Kartoffelwürfel, eingeweichte Bohnen und Bambussprossen unterheben und einige Minuten in der Würzpaste anbraten.
- Mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, salzen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Bohnen weich sind und die Sauce sämig ist.
- Abschmecken, nach Wunsch mit Garam Masala abrunden, mit frischem Koriander bestreuen und heiß zu Reis oder Roti servieren.
Tipps und Varianten
Die Bambussprossen lassen sich auch getrennt in Öl mit einer Prise Asafoetida anbraten und erst zum Schluss unterrühren – das macht ihren Geschmack runder. Wer es milder mag, kocht sie vorab ab und verwirft das erste Kochwasser. Die Kartoffeln kann man vorher garen, schälen, würfeln und erst später zugeben; im Schnellkochtopf verkürzt sich die Garzeit deutlich. Statt Augenbohnen passen Sojabohnen, und wer möchte, lässt die Bohnen ganz weg und kocht nur Kartoffeln mit Bambussprossen. Auch ohne Tomate, allein auf Zwiebelbasis, funktioniert das Curry. Am besten heiß in tiefen Schalen zu dampfendem Reis oder frischem Roti auf den Tisch bringen.
Allergene
Enthält: Senf
Für dieses Rezept ist nicht jede Zutat geprüft; „ohne“ wird deshalb nicht zugesichert.
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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