
Im ganzen Hochland · 50 Min. · Fleisch · Hauptgang · Für Anfänger
Yangben
Auf Deutsch: Gerichte mit essbaren Baumbart-Flechten
Für 4 Personen · metrisch
Baumbart-Flechte mit Schweinefleisch und Blut, kräftig gewürzt aus dem Karai
Yangben ist eine getrocknete Baumbart-Flechte. Sie zieht sich hier mit Schweineblut und Gewürzen voll und schmort mit fettem Schweinefleisch – ein deftiges Wintergericht, das gern zu den traditionellen Limbu-Getränken Tongba oder Raksi gereicht wird. Gegessen wird es mit Reis oder Sel Roti, oder einfach als Snack.
Zutaten
- 30 gYangben (getrocknete Baumbart-Flechte)vorverarbeitet und getrocknet, vor dem Garen eingeweicht und ausgedrückt
- 750 gSchweinefleischmöglichst vom einheimischen Hausschwein, mit Fett und Schwarte, in mundgerechte Stücke geschnitten
- 250 mlSchweineblutfrisch, mit der eingeweichten Flechte vermengt
- 6 ZehenKnoblauchfür die Gewürzpaste
- 15 gIngweretwa daumengroßes Stück, für die Gewürzpaste
- 1 TLKreuzkümmelfür die Gewürzpaste gemahlen
- 1 TLKoriandersamenfür die Gewürzpaste gemahlen
- 2Chiligrün oder getrocknet rot, für die Gewürzpaste bzw. gehackt zum Bestreuen
- 1 TLKurkumazum Anbraten des Fleisches
- 1Zwiebelin Streifen oder fein gehackt
- 2Tomatenfein gewürfelt
- 2 ELPflanzenölnur wenig, damit das Fett des Fleisches austritt
- Salznach Geschmack, für Fleisch und Flechtenmischung
- 2Lorbeerblätterim heißen Öl angeröstet (optional)
- 1 TLTimur-Pulvernepalesischer Pfeffer, zum Würzen (optional)
- Koriandergrüngehackt zum Bestreuen (optional)
Zubereitung
- Die Gewürzpaste zerstoßenKnoblauch, Ingwer, Kreuzkümmelsamen, Koriandersamen und Chilischoten im Mörser zu einer Gewürzpaste zerstoßen. Etwas Chili zum Bestreuen zurückbehalten und hacken.
- Flechte mit Blut vermengenDie Flechte in warmem bis heißem Wasser einweichen, dann abgießen und kräftig ausdrücken. Die Flechte mit dem Schweineblut, etwa der Hälfte der Gewürzpaste und etwas Salz mit den Händen gründlich vermengen und beiseitestellen.
- Fleisch und Zwiebel schneidenDas Schweinefleisch samt Fett und Schwarte in mundgerechte Stücke schneiden. Etwas Zwiebel zum Bestreuen zur Seite legen.
- Gewürze im Öl anröstenWenig Pflanzenöl im Karai erhitzen und nach Wunsch die Lorbeerblätter kurz darin anrösten. Das Kurkumapulver hineingeben und sofort das Fleisch zufügen.
- Das Fleisch anbratenDas Fleisch zugedeckt unter häufigem Rühren etwa 15 Minuten braten, bis das Fett ausgelassen, das Fleisch leicht gebräunt und fast gar ist. Zwischendurch salzen.
- Zwiebel und Paste röstenDie Zwiebel zugeben und weich dünsten. Dann die restliche Gewürzpaste einrühren und mitrösten, bis ihr roher Geschmack verschwunden ist.
- Die Tomaten unterrührenDie fein gewürfelten Tomaten unterrühren.
- Flechtenmischung mitgarenDie Flechten-Blut-Mischung dazugeben und alles zugedeckt unter Rühren etwa 8 bis 10 Minuten garen, bis das Fleisch ganz durch ist. Wer mag, würzt jetzt mit Timur-Pulver.
- Bestreuen und servierenDie Lorbeerblätter, falls verwendet, vor dem Servieren herausnehmen. Den Yangben mit gehackter Chili, der übrigen Zwiebel und nach Wunsch mit Koriandergrün bestreuen und mit Reis oder Sel Roti servieren.
Tipps und Varianten
Statt nur Fleisch kommen auch gern Innereien vom Schwein in den Topf: Dick- und Dünndarm, Leber und Herz. Wer es einfacher mag, nimmt fertige Ingwer-Knoblauch-Paste statt der gemörserten Gewürzpaste und würzt mit Timur nach. Die Zwiebel lässt sich auch zuerst anbraten und das Fleisch erst danach zugeben. Die Tomaten und den Lorbeer kann man ebenso gut weglassen. Traditionell wird der Yangben mit Fleisch vom einheimischen schwarzen Schwein gekocht. Als Snack schmeckt er in kleinen Schälchen zu Tongba oder Raksi, als Mahlzeit mit einer großen Portion Reis.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


