Reisschnaps (Aila)
Klarer, selbst gebrannter Schnaps aus vergorenem Getreide, meist Reis, aus Nepal, Tibet, Sikkim und Bhutan; mild-süsslich und getreidig.
Aila ist der Reisschnaps der Newar im Kathmandutal, Ara der verwandte Getreidebrand Tibets, Sikkims und Bhutans, der je nach Gegend aus Reis, Hirse, Gerste oder Mais gebrannt wird. Beide entstehen, indem man vergorenes Getreide destilliert, und sind wasserklar. Der Geschmack ist sauberer und runder als bei westlichem Korn, mit einem leicht süsslichen, an gekochten Reis erinnernden Ton, manchmal auch rauchig vom Brennen über offenem Feuer. Die Stärke schwankt stark, von etwa 20 bis über 40 Prozent Alkohol. Ausserhalb der Region wird er kaum gehandelt; mit Glück findet man ihn in nepalesischen Lebensmittelläden oder über den Versand.
Ersatz:
Am nächsten kommt japanischer Shochu aus Reis, der ähnlich mild und getreidig ist; Soju geht ebenfalls, ist aber schwächer und etwas süsser. Wodka trifft die Klarheit und den Alkohol, nicht den süsslichen Reiston. Chinesischer Baijiu ist meist zu aromatisch und würde das Gericht prägen.