Bockshornkleesamen
Kleine, harte, gelbbraune Samen einer Hülsenfrucht, die in heissem Fett kurz angeröstet werden. Bitter-würzig mit einem Duft nach Ahornsirup und Curry.
Bockshornkleesamen sind die getrockneten Samen einer kleeartigen Hülsenpflanze, kantig, sehr hart und von gelbbrauner Farbe. Roh schmecken sie deutlich bitter. Erst durch kurzes Anrösten in Öl oder Ghee entwickeln sie ihr typisches warmes Aroma, das an Ahornsirup, Karamell und Currypulver erinnert. In der Küche des Himalaya und Nordindiens kommen sie meist ganz zu Beginn ins heisse Fett, für Linsengerichte, Gemüse und eingelegte Pickles. Werden sie zu dunkel, kippt der Geschmack ins Scharf-Bittere, daher genügen wenige Sekunden, bis sie sich rötlich-braun färben. Man bekommt sie im Asienladen, im indischen oder türkischen Lebensmittelgeschäft, im Reformhaus und über den Gewürzversand, gelegentlich auch im Gewürzregal grösserer Supermärkte.
Ersatz:
Einen wirklich gleichwertigen Ersatz gibt es nicht, denn die Verbindung aus Bitterkeit und süsslichem Duft kommt in keinem gängigen Gewürz vor. Getrocknete Bockshornkleeblätter treffen das Aroma, sind aber milder und werden eher gegen Ende zugegeben statt im Fett angeröstet. Fehlt beides, lässt man das Gewürz besser weg, als es durch Senfsaat oder Fenchel zu ersetzen, die das Gericht in eine andere Richtung lenken.